Nawaros – Und die Hauseigentümer

Sonntag 13. Mai 2012 von thomas hammer

Der Trend wird offensichtlich, wenn man die Städte und Ballungsräume verlässt und aufs Land fährt. Grüne kreisrunde Kuppeln signalisieren Biogasanlagen, an den Autobahnen wachsen riesige Solarfelder, kaum ein Scheunendach gibt es mehr ohne Photovoltaik-Anlage. Und in den Kellern der Neubausiedlungen sorgen Holzpellets- und Hackschnitzelheizungen für Wärme und Warmwasser. Andere nutzen Erdwärme und bauen Niedrigenergiehäuser.

Keine Frage: In Deutschland hat sich viel getan in den vergangenen zehn Jahren, was den Umgang mit erneuerbaren Energien anbelangt. Staatliche Förderungen wie das sogenannte 100.000-Dächer-Programm für Sonnenstrom oder günstige Zinsprogramme wie „Energieeffizient sanieren“ der staatseigenen KfW-Bankengruppe haben ihren Teil dazu beigetragen.

Es sind aber auch die Deutschen selbst, die mit ihrem Bewusstsein für umweltschonende Energieformen diesen Wandel beschleunigt haben. Das Eigenheim mit sogenannten „Nawaros“ (nachwachsende Rohstoffe“) zu heizen statt mit Öl und Gas oder den Strom aus Wasser-, Wind- oder Sonnenkraft statt aus Atomkraft zu beziehen, ist längst nicht mehr das Privileg einiger grüner Spinner, sondern gehört zum Mainstream. Die Energiewende, die in der Politik und bei den großen Versorgern erst nach der Katastrophe von Fukushima eingesetzt hat, hat in den Köpfen der Bevölkerung schon viel früher stattgefunden. Das hat das Bundesumweltministerium gerade erst bestätigt. 20 Prozent des Stromverbrauchs kamen im Jahr 2011 aus regenerativen Energien. Im Jahr davor waren es erst 17 Prozent. Den ganzen Beitrag lesen »

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Näher betrachtet – was macht BP?

Freitag 20. April 2012 von thomas hammer

Bereits ein Jahr nach der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", bei der 640 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko liefen, erklärte sich BP als Sieger: Das meiste Öl sei verschwunden. Die Gefahr sei gebannt. Doch sieht die Realität bedeutend anders aus.

Zwei Jahrzehnte spürte der Journalist Greg Palast dem Ölkonzern BP nach und fand bei seinen Nachforschungen heraus, dass die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko nicht die einzige ist, für die BP die Verantwortung trägt. Weltweit ist BP an Umweltvergehen beteiligt.
In der Arktis Alaskas ließ BP über 750 000 Liter Öl auslaufen. Der Grund dafür ist, dass BP den Zustand der Pipelines seit acht Jahren nicht mehr überprüft hatte. Das lag nach den Worten eines klagenden Anwalts daran, dass „BPs Programm zur Kosteneinsparung schreckliche Folgen hatte“. Laut einem Programmierer von Testausrüstungen für Ölfirmen können sich die Kosten auf bis zu 1 Million Dollar pro Meile Rohr belaufen. Durch BPs Versäumnis, die Rohre zu überprüfen, hat die Firma vielleicht Millionensummen eingespart, gleichzeitig jedoch die Zerstörung der letzten unberührten Wildnis verursacht.

Schon vor Jahren leitete Greg Palast eine Untersuchung über die Exxon-Valdez-Katastrophe von 1989. Er enthüllte, dass trotz des Namens "Exxon" auf dem Tanker eine Firma namens "Alyeska" für das Eindämmen der Ölpest verantwortlich war, deren Mehrheitsaktionär BP ist. Die Firma reagierte jedoch so langsam, dass das Öl über 2000 km der Küste Alaskas zerstörte. Auch 22 Jahre nach der Ölpest ist das Öl noch an den Stränden zu finden.

http://www.youtube.com/watch?v=5SBzQTraOmU

In Aserbaidschan entdeckt Palast, dass es 17 Monate vor der Explosion der BP-Ölbohrplattform im Golf von Mexiko eine verdächtig ähnliche Explosion auf einer BP-Plattform im Kaspischen Meer gab. BP hat diese Explosion nie bestätigt, gab jedoch zu, dass es zur Freisetzung von Gasen kam. Die Firma hat ihren internen Bericht über diesen Vorfall, der womöglich zum bis dahin umfangreichsten Austritt von Öl aus einer Offshore-Ölbohrplattform führte, nie veröffentlicht. Und als größter ausländischer Investor des Landes und mithilfe von Bestechungsgeldern hat BP im Polizeistaat Aserbaidschan nichts zu befürchten.

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Was wurde aus dem Waldsterben eigentlich?

Sonntag 8. April 2012 von thomas hammer

Das Internationale Jahr der Wälder ist gerade zu Ende gegangen, die Vereinten Nationen hatten 2011 dafür auserkoren. Das Jahr, so stand es in der Resolution 61/193, sollte das Bewusstsein stärken für die besondere Bedeutung der Wälder, die Lebensraum für zwei Drittel aller Arten bieten sollen, es sollte den Nutzen aufzeigen, den eine nachhaltige Waldbewirtschaftung für kommende Generationen und für die Armutsbekämpfung weltweit hat.Sulfateinträge

Für Deutschland übernahm Bundespräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft, die Kampagne „Waldkulturerbe“ wurde ins Leben gerufen mit Filmen, Veranstaltungen und Fotowettbewerben. Und natürlich erarbeitete das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch 2011 einen neuen Waldzustandsbericht, wie in jedem Jahr seit den ersten Erhebungen im Sommer 1983.

Doch ausgerechnet im Jahr des Waldes, so geht aus dem Bericht hervor, hat sich der Zustand des deutschen Waldes verschlechtert. Besonders betroffen sind Buchen. Deutliche Schäden an den Kronen, eine sogenannte Baumkronen-Verlichtung, hatten im vergangenen Jahr 28 Prozent aller Bäume. Das waren fünf Prozentpunkte mehr als 2010. Den ganzen Beitrag lesen »

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VERBUNDWASSERKRAFTWERKE ENTLANG DES RHEINS

Samstag 11. Februar 2012 von thomas hammer

Der Petitionstext:

Der Deutsche Bundestag möge beschließen, zur Sicherung der Energiewirtschaft von der Quelle des Rheins bis zur Mündung in die Nordsee kleine Turbinen Kraftwerke zu bauen und diese zu einem Verbund zu vernetzen. Durch mehrere Kraftwerke könnte soviel Strom erzeugt werden, wie z.Zt. von Atomkraftwerke Deutschland erzeugt wird.

Begründung

Zur Sicherung der Energiewirtschaft und damit Abschaltung aller AKW?s kann sich z.B. der Rhein mit seinen 1465 Kilometer Länge anbieten. Denkbar wäre hier von der Quelle des Rheins bis zur Mündung in die Nordsee lauter kleine Turbinen Kraftwerke zu bauen und diese zu einem Verbund zu vernetzen. Durch mehrere Kraftwerke könnte soviel Strom erzeugt werden, wie z.Zt. von Atomkraftwerke Deutschland erzeugt wird.

Mein Finanzierungsvorschlag: Die kosten bei einer Stadt wie Köln sind von der Stadt selber und ihren Bürgern zu Tragen. Wenn jeder Einwohner einmalig 100 Euro in das Projekt investiert und das bei 1,2 Millionen Menschen, dann ist so etwas sofort zu realisieren und man könnte mit dem Bau sofort beginnen.

Mit diesem Projekt würde Deutschland entscheidend zum Klimaschutz beitragen. Den ganzen Beitrag lesen »

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Temperaturkarte seit 1880

Freitag 10. Februar 2012 von thomas hammer

Obwohl aktuell oder besser weil aktuell sibirischen Temperaturen in Deutschland herschen mag man es zwar kaum glauben, aber die Erde erwärmt sich global gesehen immer weiter, wie auch die mehr als 100 Jahre abdeckende animierte Weltkarte der NASA zeigt. Die US-Bundesbehörde für Luft- und Raumfahrt zeichnet über Wetterstationen die Temperatur der Erde seit dem Jahr 1880 auf und kann damit einen besonders langfristigen Überblick über die Globale Erwärmung liefern. Klimaskeptikern zum Trotz beschleunigte sich die Erderwärmung vor allem seit den späten 1970ern, als die Verbrennung von Öl, Gas und Kohle aufgrund der Ausbreitenden Industrialisierung so richtig in Fahrt kam.

Klimaerwärmung

Ein weiterer Beweis für eine (Mit)Schuld der Menschen an Erderwärmung und Klimawandel dürfte die Tatsache sein, dass neun der zehn wärmsten Jahre seit Beginn der Aufzeichnung durch die NASA vor mehr als 110 Jahren innerhalb der letzten 13 Jahre lagen (1998 bis 2011). Vor allem in den Jahren 2005 und 2010 war es wärmer als je zuvor in der Aufzeichnungsperiode. Die im Video auf der Weltkarte rot dargestellten Flächen beschreiben demnach eine höhere Temperatur als der Durchschnitt in der Basisperiode von 1951 bis 1980, während die bleuen Flächen für kältere Temperaturen stehen.

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Kampf gegen Windräder – Wie Don Quijote gegen Windmühlen

Samstag 28. Januar 2012 von thomas hammer

Einen einsamen Kampf kämpft Frank Vollert um ein Windrad in seinem Garten, das er wieder abreißen soll.

Der 40-Jährige nutzt die Windenergie für privaten Verbrauch – als seinen Beitrag zur Energiewende

Der Bezirk hat den Abriss verfügt mit dem Argument, die Anlage sei eine Gefahr für Leben und Gesundheit

Von Weiten erkennt man Frank Vollerts Grundstück sofort. Hoch über seinem Haus, in zwölf Metern Höhe, kreisen gemächlich die Rotorblätter eines Windrads. Wer hingegen in Vollerts Wohnzimmer sitzt und in den Garten schaut, auf die Felder, auf denen Pferde weiden, dem fällt nicht auf, dass inmitten dieses vorstädtischen Idylls im nördlichsten Zipfel des Hamburger Stadtgebiets eine Windkraftanlage steht. Erst auf den zweiten Blick sieht man den Stahlmast, der vom Durchmesser einem Baumstamm ähnelt, und hoch in den Himmel ragt. Das leise Kreisen der Rotoren ist im Freien kaum und in der Wohnung erst recht nicht zu hören. Den ganzen Beitrag lesen »

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