Freitag 20. April 2012 von thomas hammer
Bereits ein Jahr nach der Explosion der Ölbohrplattform "Deepwater Horizon", bei der 640 Millionen Liter Öl in den Golf von Mexiko liefen, erklärte sich BP als Sieger: Das meiste Öl sei verschwunden. Die Gefahr sei gebannt. Doch sieht die Realität bedeutend anders aus.
Zwei Jahrzehnte spürte der Journalist Greg Palast dem Ölkonzern BP nach und fand bei seinen Nachforschungen heraus, dass die Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko nicht die einzige ist, für die BP die Verantwortung trägt. Weltweit ist BP an Umweltvergehen beteiligt.
In der Arktis Alaskas ließ BP über 750 000 Liter Öl auslaufen. Der Grund dafür ist, dass BP den Zustand der Pipelines seit acht Jahren nicht mehr überprüft hatte. Das lag nach den Worten eines klagenden Anwalts daran, dass „BPs Programm zur Kosteneinsparung schreckliche Folgen hatte“. Laut einem Programmierer von Testausrüstungen für Ölfirmen können sich die Kosten auf bis zu 1 Million Dollar pro Meile Rohr belaufen. Durch BPs Versäumnis, die Rohre zu überprüfen, hat die Firma vielleicht Millionensummen eingespart, gleichzeitig jedoch die Zerstörung der letzten unberührten Wildnis verursacht.
Schon vor Jahren leitete Greg Palast eine Untersuchung über die Exxon-Valdez-Katastrophe von 1989. Er enthüllte, dass trotz des Namens "Exxon" auf dem Tanker eine Firma namens "Alyeska" für das Eindämmen der Ölpest verantwortlich war, deren Mehrheitsaktionär BP ist. Die Firma reagierte jedoch so langsam, dass das Öl über 2000 km der Küste Alaskas zerstörte. Auch 22 Jahre nach der Ölpest ist das Öl noch an den Stränden zu finden.
http://www.youtube.com/watch?v=5SBzQTraOmU
In Aserbaidschan entdeckt Palast, dass es 17 Monate vor der Explosion der BP-Ölbohrplattform im Golf von Mexiko eine verdächtig ähnliche Explosion auf einer BP-Plattform im Kaspischen Meer gab. BP hat diese Explosion nie bestätigt, gab jedoch zu, dass es zur Freisetzung von Gasen kam. Die Firma hat ihren internen Bericht über diesen Vorfall, der womöglich zum bis dahin umfangreichsten Austritt von Öl aus einer Offshore-Ölbohrplattform führte, nie veröffentlicht. Und als größter ausländischer Investor des Landes und mithilfe von Bestechungsgeldern hat BP im Polizeistaat Aserbaidschan nichts zu befürchten.
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Sonntag 8. April 2012 von thomas hammer
Das Internationale Jahr der Wälder ist gerade zu Ende gegangen, die Vereinten Nationen hatten 2011 dafür auserkoren. Das Jahr, so stand es in der Resolution 61/193, sollte das Bewusstsein stärken für die besondere Bedeutung der Wälder, die Lebensraum für zwei Drittel aller Arten bieten sollen, es sollte den Nutzen aufzeigen, den eine nachhaltige Waldbewirtschaftung für kommende Generationen und für die Armutsbekämpfung weltweit hat.
Für Deutschland übernahm Bundespräsident Christian Wulff die Schirmherrschaft, die Kampagne „Waldkulturerbe“ wurde ins Leben gerufen mit Filmen, Veranstaltungen und Fotowettbewerben. Und natürlich erarbeitete das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz auch 2011 einen neuen Waldzustandsbericht, wie in jedem Jahr seit den ersten Erhebungen im Sommer 1983.
Doch ausgerechnet im Jahr des Waldes, so geht aus dem Bericht hervor, hat sich der Zustand des deutschen Waldes verschlechtert. Besonders betroffen sind Buchen. Deutliche Schäden an den Kronen, eine sogenannte Baumkronen-Verlichtung, hatten im vergangenen Jahr 28 Prozent aller Bäume. Das waren fünf Prozentpunkte mehr als 2010. Den ganzen Beitrag lesen »
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Montag 5. Dezember 2011 von thomas hammer
Da beißt der Holzwurm sich die Zähne aus: Wie ein Schutzpanzer konserviert Kerzenwachs heimische Kiefer und Fichte und lässt Schädlingen keine Chance. In einer früheren Bundeswehrkaserne im mecklenburgischen Dabel im Landkreis Parchim wird Holz nach einem patentierten Verfahren bis tief in den Kern hinein mit Wachs getränkt, so dass es genau wie Tropenholz dauerhaft gegen Pilze, Parasiten und Feuchtigkeit gewappnet ist. Nach zehn Jahren Entwicklungs- und Aufbauzeit als "Garagenfirma" hat die Dauerholz AG auf dem 2006 geräumten Gelände eines Panzerbataillons jetzt die Produktion aufgenommen. Den ganzen Beitrag lesen »
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Sonntag 20. November 2011 von thomas hammer
Von Patrick Illinger
Treibgut besteht heute zum größten Teil aus Plastik, denn der meiste Kunststoffabfall endet im Meer. Manche Fachleute schätzen, dass bereits 100 Millionen Tonnen in den Ozeanen schwimmen.
Als ginge es darum, der Menschheit deren eigene Sauerei wieder vor die Füße zu werfen, speit das Meer an den Küsten der Welt hartnäckig Müll an Land. Reste von Fischernetzen, Plastikbesteck, Getränkeflaschen ebenso wie Verschlüsse, Badelatschen und Styroporstücke.
Müll im Meer Müll im Meer (© SZ-Grafik: Daniel Braun)
Treibgut besteht heute zum größten Teil aus Kunststoff, dieser hält eben lange, viel länger als Papier, Holz und sogar länger als das Metall von Weißblechdosen. Wie viel Plastikmüll bereits in den Weltmeeren schwimmt, darüber gibt es nur Schätzungen, von 100 Millionen Tonnen ist häufig die Rede. Den ganzen Beitrag lesen »
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Sonntag 20. November 2011 von thomas hammer
Plastikabfälle im Meer zerfallen einer neuen Studie zufolge sehr viel schneller als bisher angenommen. Der große Nachteil dabei ist, dass die einzelnen – zum Teil sehr gefährlichen – Bestandteile dadurch ins Wasser geraten.
Beim derzeit in Washington DC stattfindenden Treffen der American Chemical Society (ACS) wurde eine Studie vom japanischen Chemiker Katsuhiko Saido dazu präsentiert. Erst vor kurzem haben sich Forscher der kalifornischen Scripps Institution of Oceanography auf den Weg gemacht, den größten Müllstrudel der Welt – den Great Pacific Garbage Patch – zwischen Kalifornien und Hawaii zu untersuchen. Den ganzen Beitrag lesen »
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Sonntag 20. November 2011 von thomas hammer
Müll im Meer ist kein neues Phänomen. Das Problem bekommt jedoch eine neue Dimension, wenn man sich die gigantischen Mengen des im Meer treibenden Mülls vor Augen führt. Zivilisationsmüll in Form von Plastikprodukten gilt als besonders gefährlich: Seine Langlebigkeit von bis zu 450 Jahren, die verheerenden Konsequenzen für die Tierwelt und seine Eigenschaft, als Giftschwamm Chemiegifte zu speichern, machen Plastikmüll zu einer akuten und anwachsenden Bedrohung für die Ozeane.
Seit Jahrtausenden werfen die Menschen ihren Dreck ins Meer. Solange dieser Dreck mengenmäßig überschaubar und aus biologisch abbaubaren Substanzen bestand, war diese Tatsache sicherlich oftmals nicht schön, allerdings sorgten Bakterien, Wellenschlag und UV-Licht für eine schnelle Eingliederung der Einzelbestandteile in den endlosen Kreislauf des Lebens. Den ganzen Beitrag lesen »
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